Gründe für Psychotherapie

Oliver Marschollek
Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut

 

Es gibt eine Vielzahl von Gründen und Erkrankungen, deretwegen Beratungen und Psychotherapien in Anspruch genommen werden.

Bereits dann, wenn jemand daran denkt, zum Psychotherapeuten zu gehen, bestehen offensichtlich ausreichend große Schwierigkeiten, die diesen Schritt rechtfertigen. Also zögern Sie nicht, Kontakt mit mir aufzunehmen. Sie können selbstverständlich auch mit mir gemeinsam ihr Anliegen bzw. die Notwendigkeit für eine Beratung oder Psychotherapie besprechen.

Häufige Gründe für Psychotherapie werden hier kurz dargestellt.

 

Depression

Es gibt viele unterschiedliche Formen von Depressionen und entsprechend viele Diagnosen. Die konkrete Diagnose stellt der Psychotherapeut oder Arzt in Abhängigkeit von der Anzahl der Symptome, dem Schweregrad und dem Verlauf.

Folglich gibt es sehr leichte bis sehr schwere Formen der Depression.

Typische Symptome (Krankheitszeichen) sind: gedrückte Stimmung, Verminderung von Antrieb und Aktivität, Freude- und Interesseverlust, vermindertes Selbstwertgefühl, Schuldgefühle, Gedanken an den Tod, Selbstmordgedanken oder Suizidversuch, Konzentrationsstörungen, Entscheidungsschwierigkeiten, Schlafstörungen, Appetitverlust oder erhöhter Appetit, psychomotorische Hemmung oder Agitiertheit.

 

Manie

Hier ist die Stimmung ungewöhnlich gehoben oder gereizt und kann zwischen sorgloser Heiterkeit und fast unkontrollierbarer Erregung schwanken. Betroffenen geht es meist außergewöhnlich gut, sodass sie keine Krankheitseinsicht haben.

Typische Symptome (Krankheitszeichen) sind: gesteigerte Aktivität,  Ruhelosigkeit, gesteigerte Gesprächigkeit, Gedankenrasen, Verlust sozialer Hemmungen, vermindertes Schlafbedürfnis, überhöhte Selbsteinschätzung, hohe Ablenkbarkeit, tollkühnes oder rücksichtsloses Verhalten.

 

Panik, Angst und Phobie

Angst ist wohl das grundlegendste unserer Gefühle, und jeder kennt Angst. Die Fähigkeit Angst zu erleben hat hohen überlebenswert. Angst warnt uns vor Gefahren und trägt zu unserem Schutz bei. Bei manchen Menschen ist das „Alarmsystem Angst“ überempfindlich geworden und kann schon bei kleinsten ungefährlichen Anlässen ausgelöst werden. Dann tritt die Angst sehr häufig oder aber sehr intensiv auf, so dass sie quälend wird und sie in ihrem Leben einschränkt. Ängste können einen oder mehrere Auslöser haben. Es gibt aber auch Angst bzw. Panik, bei der kein Auslöser erkennbar ist und trotzdem Angst auftritt. In all diesen Fällen sollte professionelle Hilfe aufgesucht werden.

Typische Symptome (Krankheitszeichen) sind: Angst vor oder Vermeidung von bestimmten Situationen (z. B. Menschenmengen, öffentliche Plätze, beobachtet werden, vor Menschen sprechen oder essen, Flugzeugbenutzung, Autofahren, bestimmten Tieren, kleine Räume etc.), Herzklopfen, Schweißausbrüche, Zittern, Atemnot, Beklemmungsgefühle, Schwindel, Unsicherheit, Angst „verrückt zu werden“ oder zu sterben.

 

Zwangsstörung

Wiederkehrende Zwangsgedanken (z. B. Grübelzwang, ständiges Abwägen zwischen mehreren Alternativen, wiederholte Gewaltphantasien) und Zwangshandlungen werden von den Betroffenen fast immer als quälend erlebt, weshalb Betroffene häufig erfolglos versuchen, Widerstand zu leisten. Die Gedanken werden als zur eigenen Person gehörig erlebt, selbst wenn sie als unfreiwillig empfunden werden.

Zwangshandlungen (z. B. wiederholtes Händewaschen, Zählen, wiederholtes Kontrollieren, ob eine Tür abgeschlossen, ein Elektrogerät ausgeschaltet ist etc.) werden ständig wiederholt und als sinnlos und ineffektiv erlebt. Je mehr Zwangshandlungen unterdrückt werden, desto mehr wird Angst erlebt. 

 

Reaktionen auf schwere Belastungen

Es gibt unzählige Ereignisse, die dazu führen können, dass sich ein Mensch selbst verändert bzw. mit der veränderten Umwelt nicht mehr so zurecht kommt wie zuvor. Solche Belastungen oder Ereignisse können sein: Trennung, Todesfall, Erdbeben, sexueller Betrug, Enttäuschungen, Folter, Kriegserlebnisse, Geiselnahme, (Verkehrs) Unfälle, Krankheiten, Operationen, Katastrophen, Gewalterfahrungen etc.

Typische Symptome (Krankheitszeichen) sind: wiederholtes Erleben des Traumas in sich aufdrängenden Erinnerungen (Flashbacks) oder (Alb-)Träumen, Gefühl von Betäubtsein, Gleichgültigkeit und Vermeidung von allem, was an das Trauma erinnern könnte (Posttraumatische Belastungsstörung, PTBS). Oft sind Betroffene übertrieben schreckhaft und wachsam und haben Schlafstörungen. Es sind aber auch schwächere Reaktionen auf Belastungen möglich, die sich meist in depressiven und/oder ängstlichen Symptomen zeigen (s.o.).

 

Essstörungen (Anorexie, Bulimie)

Anorexie (Magersucht) ist absichtlich herbeigeführter (oder aufrechterhaltener) Gewichtsverlust. Mittel zur Gewichtsreduzierung kann exzessiver körperliche Aktivität (Sport), geringe Nahrungsaufnahme und eingeschränkte Nahrungsauswahl, selbst herbeigeführtes Erbrechen, Abführmittel, Appetitzügler und Diuretika. sein. Meist haben Betroffene große Angst vor einem dicken Körper und legen eine sehr niedrige Gewichtsschwelle für sich selbst fest.

Bulimie ist gekennzeichnet durch wiederholte Anfälle von Heißhunger und eine übertriebene Kontrolle des Köpergewichts. Oft besteht ein Verhaltensmuster von Fressattacken und Erbrechen oder Gebrauch von Abführmitteln.

 

Schlafstörungen

Schlafstörungen stellen häufig ein Symptom (Krankheitszeichen) einer anderen psychischen oder körperlichen Erkrankung dar. Wenn eine Schlafstörung kein Symptom einer anderen Erkrankung ist, so handelt es sich bei der Schlafstörung um ein eigenständiges Krankheitsbild.

 

Störungen der Geschlechtsidentität

Betroffene haben das Gefühl, geschlechtlich im „falschen Körper“ zu leben. Sie haben den starken Wunsch, als Angehöriger des anderen Geschlechts zu leben und anerkannt zu werden. Meist wird versucht, den eigenen Körper in das Wunschgeschlecht umzuwandeln.

 

Sexuelle Störungen

Hierzu zählen der Mangel oder Verlust von sexuellem Verlangen, sexuelle Aversion, mangelnde sexuelle Befriedigung, Erektionsprobleme, Impotenz, Störung der Erregung bei der Frau, Orgasmusstörung, vorzeitige Ejakulation sowie Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs.

Störungen der Sexualpräferenz (wurden früher als Perversionen bezeichnet) sind definiert als ein wiederholt auftretendes intensives sexuelles Verlangen, das sich auf ungewöhnliche Gegenstände oder Aktivitäten bezieht (wie z. B. Fetischismus, Exhibitionismus, Voyeurismus, Pädophilie, Sadomasochismus).

 

 

Weitere Gründe für Psychotherapie oder Beratung sind zum Beispiel:

· Krankheitsverarbeitung, Krankheitsängste (HIV, AIDS, Krebs, Operation, Amputation, Psychose, Schizophrenie, Sucht, Abhängigkeit), Schmerztherapie, Behandlungs- oder Psychotherapiegeschädigte

· Kontakt- und Beziehungsschwierigkeiten, Liebeskummer, Paar- und Eheprobleme, Dreiecksbeziehungen, Fremdgehen, Demütigungen, Abwertungen, Kränkungen, Trennung, Single wider Willen

· Sonstige (Familien-) Konflikte wie beispielsweise Kontaktabbruch, Adoptivkind, Adoptivfamilie, Pflegekind, Pflegefamilie, Verhaltensauffälligkeiten, aggressives Verhalten, Erziehungsschwierigkeiten

· Todesfälle, Trauer, Schwangerschaftsabbruch

· Konflikte am Arbeitsplatz wie zum Beispiel Mobbing, Burn-Out, Workaholic, psychische Erschöpfung, Überforderung, Leistungsdruck

· „Helfersyndrom“, nicht NEIN sagen können

· Krisen jeder Art

Praxis für Psychotherapie

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